Ob der wieder langen Tour früher Aufbruch, jedoch: alle umliegenden Bars mit Frühstücksoption sind noch zu. Schließlich gewährt uns eine weiter entfernte Patisserie lukullischen Zutritt.

Martin ist in so einem Setting in seinem Element.
Der Weg verläuft angenehm ansteigend, zur linken immer der tiefblaue See.

Bolsena: die Kleinstadt liegt inmitten der vulkanisch entstandenen Monti Volsini am Bolsenasee, einem durch Einsturz einer unterirdischen Magmakammer entstandenen See. Der Vulcano Vulsinio begann seine Tätigkeit vor ca. 600.000 Jahren und war zum letzten Mal 103 v. Chr. aktiv.
Die 300km Marke wird locker überwunden, interessanter Weise erspähen wir gerade an diesem Tag wenig Müll am Wegesrand.

Die erste Möglichkeit einer städtischen Pause wird nach 9km vollumfänglich in San Lorenzo Nuovo zelebriert. Wie der Ortsnamen erahnen lässt, zur Abwechslung einmal keine mittelalterliche Stadt.
Der Weg führt gefällig weiter. Der blaue Himmel und die saftigen Wiesen werden manchmal von werdenden Schafwolldecken getrennt.

Der nächste Ort tut sich wie aus dem Nichts nach einer Biegung auf: Grotte di Castro.

Voller Enthusiasmus stürmen wir die abermals mittelalterliche Stadt. Doch diese verteidigt sich unerwartet effektiv - alles (!) ist verbarrikatiert.

Nur am Hauptplatz sitzt ein unverdächtiger Beobachtungsposten. Wir geben auf und essen vor der versperrten Postfiliale unsere Äpfel und sonstigen Proviant.
Der letzte Abschnitt nach Onano führt wieder durch gefällige Pampa.

Onano mit kleinem mittelalterlichen Kern empfängt uns unaufgeregt.

Es gibt eine offene Pizzeria welche uns labt.

Zweiter und schon wieder letzter Tag in Latium. Toskana, wir kommen!
Tageskilometer: 24,9
Gesamtkilometer: 316,1
Durchschnittliche km/Tag: 22,6