Gemütliche Tagwache. Wir queren nördlich der Pyrenäen nach Osten. Unser Ziel sind die Tropfsteinhöhlen von Betharram. Ein ausgedehnter Boxenstopp bei einem Eclerc-Supermarkt mit Waschautomaten und Lunch lässt uns erst zur Mittagspause in Betharram aufschlagen. Ob der Nebensaison gibt es nur eine Nachmittagstour zu späterer Stunde, so lassen wir die Sonnenstrahlen unser Gemüt erwärmen. Die Tour wird von einem überaus witzigen Guide sehr interessant gestaltet, wir sehen nur ein Drittel des Höhlensystems und das ist eigentlich schon zu viel. Die Wege durch die vielfältigsten Steinformationen und unterirdischen Flussläufe, welche sich über die Jahrtausende (~millionen?) stetig verändert haben, werden uns sehr klar vor Augen geführt.

Zum Abschluss fahren wird mit einer kleinen Liliputbahn ca. 2 Kilometer aus dem Höhlensystem wieder hinaus ins Tageslicht.

Wir fahren weiter in das benachbarte Lourdes, bekanntlich einer die größten Marienwallfahrtsorte der Welt. In abendlicher Stimmung können wir uns unweit des Kirchenkomplexes einparken. Vorbei führt der Weg an unzähligen Souvenirständen. Besonders beliebt dürften die Wasserkanister für das Heilwasser sein.

Die Kirchen sind ob der vorgerückten Stunde bereits geschlossen, die Erscheinungsgrotte ist in Ruhe getaucht und von andächtig Betenden besucht. Wir gehen den Komplex ab, die Szenerie wird in tiefes Abendrot in Pink übergehend getaucht.

Ein Chor stimmt sich für das tägliche, gemeinsame Rosenkranzbeten ein, die Kerzen tragenden Teilnehmer hierfür sammeln sich in großer Schar. Die Warmtöne der verschiedenen Lichtstimmungen fließen harmonisch ineinander. Versunkene, tiefe Andacht ist spürbar.


Wir fahren zu einem Parkplatz ein einem nahegelegenen See und übernachten dort.