Nach ruhiger Nacht beim nicht mehr aktiven Bahnhof von Villeneuve-les-Avignion verlagern wir uns nach dem Frühstück zum Zentrum. Dabei kommt uns der Wochenmarkt in die Quere, welchen wir dankend als deliziöse Abwechslung annehmen. Der riesige Markt hat alles, was das Herz bzw. der Gusto begehrt und daneben noch viel Alltagswaren. Unsere leibliche Versorgung ist wieder bestens abgesichert.
Bei einem zentrumsfernen Stellplatz schaffen wir es, unser Wohnmobil abzustellen. Unser erster Weg in Villeneuve führt uns zum größten Kartheuser Kloster, eigentlich ein kleines Dorf in sich. Die Kartheuser hatten offensichtlich einen guten Draht zu den Päpsten auf der anderen Flussseite, denn aus dieser Zeit stammt ihre Klosteranlage.

Nach einer Kaffeepause auf schattiger Kartheuser Terrasse geht es weiter zum Fortresse – der Verteidigungsanlage auf dieser Flussseite. Die Rhone war ja lange Zeit Grenzfluss für die Franzosen, so gab es auch an der Rhone immer wieder Gefechte. Avignon war lange Teil des Kirchenstaates und so Besitz des Papstes.

Die imposante Verteidigungsanlage umfasste damals 150 Häuser und bot den besten Überblick über die Rhone und hinüber nach Avignon. Heute ist in dieser Wehranlage ein prächtig renoviertes Haus mit wunderbarem Garten, gekauft und renoviert von einer wohlhabenden Familie Ende des 19. Jahrhunderts.


Weiter geht die Erkundung zum Turm von Phillippe dem Schönen gleichzeitig die damalige Endstelle der berühmten Brücke von Avignon.

Imposant hebt sich der Turm auf einem Felsen in die Höhe, damals war das Rhoneufer direkt am Felsen, heute ist der Fluss ca. 1 km weg. Von der obersten Plattform hat man einen prächtigen Blick auf Avignon und den Papstpalast. Ein Blick zum Niederknien. Lange hält er mit gefesselt.

Weil Marcela noch immer marode ist, habe ich diese Erkundung alleine unternommen, so eile ich wieder zurück und wir fahren etwas nördlich zu einem Badesee. An diesem erfrische ich mich mit einem abkühlenden Bade bevor wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.