Gemütliches Frühstück, um 11h startet die erste Walking-City-Tour mit einem sehr motivierten und routinierten jungen Local. Treffpunkt ist das größte Graffiti Europas mit einer Fläche von mehr als 1.200 qm. Es wurden die Hauswände zweier zusammengebauter hoher Häuser mit Szenen aus dem Leben der Lyoneser bunt verschönt. Alle 10 Jahre wird die Front neu bemalt, dabei werden die darauf befindlichen Personen der Umgebung in ihrer neuen Lebenssituation dargestellt.

Wir hören viele Geschichten über die Zeit der familiären Seidenspinner, deren Aufstände für gerechte Preise, die technischen Entwicklungen des Seidenspinnens und schließlich den Verfall der lokalen, klein strukturierten Seidenproduktion durch ausgelagerte, industrielle Produktion. Viele weitere Details ranken sich um die französische Widerstandsbewegung gegen die Nazis, der Resistance, welche in Lyon ihre zentralen Strukturen hatte. Auch Klaus Barbie, besser bekannt als „Schlächter von Lyon“ und seine Zeit bis zum Aufgriff in Bolivien und seinen Prozess in Lyon bekam breiten Raum.

Der Justizpalast, der Ort von Barbie's irdischem Gericht.

So nebenbei sahen wir auch eine Vielzahl von „must-see’s“ der historischen Gebäude vom Zentrum Lyons, viele verborgene Wege durch die Althausgrätzeln wurden beschritten.

Ein weiterer Hero der Stadt ist auch Saint Exupéry, der am größten Platz der Stadt ein Denkmal bekam.

Das ganze wurde in 2 Teilen abgearbeitet, Vormittag und Nachmittag je 1,5h. Da kamen weit mehr als 7.000 Schritte auf unser Bewegungskonto.

Das Abendessen war leider ein Verhau. Aber man kann es nicht immer gut erwischen. 

Das denken sich auch die Äffchen, welche von so mancher Hausecke auf die Touristen hinabblicken.